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2.2.2 Die Protokollarchitektur von DECT
Das DECT-Referenzmodell ist in Anlehnung an das ISO/OSI-Modell entworfen worden.
Die wesentlichen Funktionen des DECT-Systems entsprechen den drei unteren Schichten des ISO/OSI-Modells:
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Physical Layer (physikalische Schicht)
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Data Link (Sicherungsschicht)
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Network Layer (Netzschicht)
Die physikalische Schicht ist für die Realisierung von Übertragungskanälen über das Funkmedium
verantwortlich. Interferenzen und Kollisionen zwischen kommunizierenden Fest- und Mobilstationen werden
durch dezentral organisierte Nutzung der verfügbaren Dimensionen Ort, Zeit und Frequenz vermieden. Da die
Ausbreitung der Funkwellen gedämpft wird, können Frequenzen und Zeitschlitze räumlich wiederverwendet
werden. Durch ein dynamisches Verfahren zur Kanalwahl werden diese Ressourcen, entsprechend der lokalen
Belastung des Systems, belegt.
C-Plane U-Plane
OSI-Schicht 3
OSI-Schicht 2
OSI-Schicht 1
Bezüglich der Zeitdimension wird das TDMA-Verfahren (Time Division Multiple Access) angewandt. Hierbei
erhält jede Station einen gesicherten, periodisch auftretenden Bruchteil der Gesamtübertragungsrate einer
Frequenz. Die Übertragungskapazität jeder Frequenz wird in 10 ms lange periodisch auftretende Rahmen
unterteilt, was der Dauer von 11.520 bit entspricht. Ein Rahmen umfaßt 24 Zeitschlitze, wobei die ersten
zwölf Zeitschlitze, bei der normalerweise eingesetzten Verbindungsstrategie Basic Connection, zur
Datenübertragung von der Feststation zur Mobilstation (Downlink) verwendet werden und die letzten zwölf
Zeitschlitze für die Richtung von der Mobilstation zur Feststation (Uplink) reserviert sind. Da für eine Duplex-
Verbindung je eine Uplink- und eine Downlink-Verbindung benötigt wird, wird bei DECT das sogenannte
Zeitlagentrennungs-Verfahren (Time Division Duplexing, TDD) eingesetzt. Belegt die Feststation den Slot k
für den Downlink, so ist der Slot k+12 für den entsprechenden Uplink vorgesehen.
Bezüglich der Frequenzdimension wird das FDMA-Verfahren (Frequency Division Multiple Access) angewandt.
Durch dieses Verfahren hat das DECT-System bei der Kanalwahl die Möglichkeit zwischen 10
Trägerfrequenzen in dem Frequenzbereich von 1880-1900 MHz zu wählen. Konkret heißt das also, daß jede
Station für ihre Übertragung ein Slotpaar auf einer beliebigen dieser 10 Frequenzen aussuchen und belegen kann.
Die MAC-Schicht (Medium Accesss Control Layer) hat die Aufgabe, Kanäle (Bearer) für die höheren Schichten
aufzubauen, zu betreiben und abzubauen. Des weiteren faßt die MAC- Schicht verschiedene logische Kanäle in
physikalische Kanäle zusammen. Die verschiedenen Datenfelder des MAC-Protokolls werden durch zyklische
Codes geschützt, welche von der Empfangseinheit zur Fehlererkennung benutzt werden. Die MAC-Schicht stellt
sicher, daß jedem Zeitschlitz dienstspezifische Steuerdaten hinzugefügt werden.
Die Sicherungsschicht (Data Link Control Layer) unterteilt sich in C-Plane und U-Plane. In der C-Plane wird
ähnlich der MAC-Schicht eine umfassende Fehlersicherung durchgeführt. Die U-Plane übernimmt die
Verarbeitung der Benutzerdaten auf der Funkteilstrecke.
Netzschicht
Sicherungs-
schicht
Sicherungs-
schicht
MAC Medium Access Control
Physikalische Schicht
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